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Let the poeple speak - 
Die Macht der kleinen Leute



Partnerschaftsprojekt im Kirchenkreis Oranienburg mit drei Gemeinden der Region Binga (Zimbabwe)

Reiseberichte aus Binga

Die Region Binga in Zimbabwe

Zimbabwe ist etwas größer als die Bundesrepublik Deutschland. Noch mehr als unser Land ist Zimbabwe zerrissen
zwischen Arm und Reich, zwischen Tradition und Moderne. In der Region Binga im Nord-Westen leben ca. 110.000
Menschen, die überwiegend zur Tonga-Bevölkerung gehören, einem mit dem Bau des Kariba-Staudamms 1958 in völlig
armselige Gebiete umgesiedelten Volkes in Zimbabwe und dem benachbarten Zambia. Die Region Binga ist innerhalb
Zimbabwes von der Entwicklung abgehängt und verarmt zusehens. Eine Ärztin und ein Ambulanzwagen versorgen die
Menschen. Zur Schule müssen die Kinder schon von der ersten Klasse an bis zu 10 km gehen - meist barfuss. Die
Versorgung mit Wasser und Nahrung ist schwierig (vor allem für die Frauen). Gegen die Krankheiten wie
Tuberkulose und Malaria fehlen bezahlbare Medikamente, gegen AIDS sind die Menschen nahezu machtlos.

Let the poeple speak

Mit Hilfe von Aus- und Fortbildungsseminaren des Zimbabwe Council of Churches (ZCC) haben Menschen mit der
eigenen Lösung ihrer Probleme begonnen. Sie diskutieren in den Dorfgemeinschaften, legen ihre Fähigkeiten
und Möglichkeiten zusammen, organisieren sich und starten Basisprojekte: Tierhaltung, Aufbau einer Klinik,
Ressourcenschutz, Fischereikooperative, Landwirtschaft, Schulen, Korbflechten, Nähgruppen u.v.m. Auch die
Kirchengemeinden organisieren sich mit Hilfe dieser Idee als Basisbewegung: Im Glauben an Jesus Christus
erleben sie die Befreiung aus Lethargie und Abhängigkeit, er macht Mut und hält die Gemeinschaft zusammen.
Beten, Singen, Bibellesen, Versammlung am Tisch des Herrn und Verkündigung sind ehrenamtliche Dienste.
Unterstützt werden Kirchen und Projekte von verschiedenen Organisationen, die der Politik der Mugabe-Regierung
ihr Engagement und ihre Opposition entgegensetzten.

Das Partnerschaftsprogramm

Seit 1996 reisen Mitglieder aus dem Kirchenkreis Oranienburg alle zwei Jahre nach Binga und seit dieser Zeit
auch kommen Menschen aus Binga im Jahr dazwischen nach Oranienburg. Es hat sich ein Lern- und Austauschprogramm
etabliert, dass im Mai 2000 von der Kreissynode Oranienburg als Kirchenkreis-Partnerschaft anerkannt wurde.
Zuvor hatte es in Binga ein Seminar mit über 30 Teilnehmerinnen aus Projekten der drei Gemeinden Simatelele,
Saba und Mulindi gemeinsam mit acht deutschen Teilnehmerinnen gegeben.
Als Ziele wurden für die Partnerschaft definiert: Ökumenisches Lernen führt zu einer neuen Sichtweise auf die Situation und die Probleme im eigenen und im fremden
Land, zum Abbau von Vorurteilen und zum Eintreten für den Anderen. Der Glaube an Jesus Christus ermutigt, gemeinsam
für Gerechtigkeit in Gottes einer Welt einzutreten - zwischen Nord und Süd, zwischen Ost und West. Berührt durch
die persönlichen Begegnungen können und wollen wir es nicht länger hinnehmen, dass es Armut gibt. Deren Beseitung
bleibt ein großes Ziel, zu dem es viele Schritte und Begegnungen braucht. So bringen wir die Idee und die Erfahrung
von "Let the poeple speak" mit unseren Kirchenkreis Oranienburg und in den Gemeinden. Wir laden ein zum Engagement für
Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung - angefangen in unseren Gemeinden, mit unserem Glauben und in
unseren Gottesdiensten. Wir wissen uns durch die Fürbitte unserer Geschwister in Zimbabwe getragen.

Kontakt und Information

In Binga hat sich währen des Seminars im Frühjahr 2000 ein Partnerschaftkoordinierungskomittee gegründet.
In Oranienburg haben wir noch keine feste Struktur.

Weitere Informationen und Kontakte gibt es bei:
Pfarrer Berhard Fricke
Breite Straße 20, 16727 Marwitz
Tel./Fax: 03304/502237
e-mail: e.pioch@t-online.de

und bei anderen Mitgliedern der Partnerschaftsgruppe.

Gerne kommen wir in die Gemeinden, berichten und zeigen Bilder. Dabei laden wir herzlich ein, mit uns im September
2001 Gäste aus Zimbabwe zu empfangen und dann im Jahr 2002 mit nach Binga zu reisen.

Wir suchen AnsprechpartnerInnen mit Interesse für Ökumene in den Gemeinden.

Für diese Arbeit benötigen wir Geld, das direkt den Gemeinden und Projekten in Zimbabwe als Hilfe zukommt(Fundraising).
Bitte legen Sie in den Gemeinden eine Kollekte dafür fest oder sammeln Sie bei Gemeindefesten, Geburtstagen u.ä.

Unser Konto: KKVA Berlin Nord-Süd Kt. 666 05
bei der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft Kiel (EDG)
(BLZ 100 602 37) "Zimbabwe-Partnerschaft"





Reiseberichte aus Binga
Reisebricht Binga 2001(Udo Semper)    
Reisebricht Binga 23.09. - 7.10. 2002(Bernhard Fricke)    




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